Werner Wittig
geb. 1930 in Chemnitzlebt in Radebeul
Werner Wittig ist, wie er selbst betont, erst durch einen tragischen, aber dennoch günstigen Unglücksfall zur künstlerischen Tätigkeit gekommen. In seiner Heimatstadt Chemitz absolvierte er zunächst eine Bäckerlehre. Nachdem er jedoch bei einem Unfall die linke Hand verlor, ließ er sich zum Industriekaufmann umschulen. Beim "trocknen Addieren seitenlanger Zahlenfolgen" wurde er schließlich "wie von selbst auf das lebendige Malen und Zeichnen gelenkt".
Gefördert durch den damaligen Direktor der Chemnitzer Kunstsammlungen studierte Wittig von 1952 bis 1957 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Nach dem Studium übernahm er als Gründungsleiter die Grafikdruckwerkstatt des Verbandes Bildender Künstler der DDR und unternahm in den folgenden Jahren zahlreiche Studienreisen ins In- und Ausland.
Werner Wittig begrenzt die Themenbereiche seiner Werke auf Landschaft und Stillleben. Dabei hat er sich neben der Ölmalerei der im Hochdruck selten angewandten Technik des Holzrisses verschrieben, die er durch eigene gestalterische Mittel weiterentwickelte. Vor allem für seine Farbholzrisse wurde Werner Wittig mit zahlreichen Preisen geehrt und gehört heute zu den bedeutendsten Vertretern des Künstlerhochdrucks in Deutschland.

