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Walter Womacka

geb. 1925 Obergeorgenthal, Böhmen
lebt und arbeitet in Berlin

Walter Womacka gehört zu den prominentesten Künstlern der ehemaligen DDR. Zu seinem Werk zählen zahlreiche Aufträge im öffentlichen Raum, darunter der Mosaikfries Unser Leben von 1964 am Haus des Lehrers am Alexanderplatz. 1969 übernahm Womacka die Gesamtleitung der künstlerischen Neugestaltung des Alexanderplatzes und angrenzender Gebäude, in deren Rahmen auch ein "Brunnen der Völkerfreundschaft" entstand.

Walter Womacka absolvierte 1940-1943 eine Ausbildung zum Dekorationsmaler. Nach Kriegseinsatz studierte er 1946 bis 1952 Gebrauchsgrafik in Braunschweig, Weimar und Dresden. Ein Jahr später arbeitete er als Assistent in der Abteilung Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Zwischen 1956 und 1989 machte er zahlreiche Studienreisen, unter anderem in die UdSSR, nach Frankreich und nach Zypern. 1957 begegnete er dem mexikanischen Wandmaler Diego Rivera.

Ab Ende der 1950er Jahre hatte Womacka bedeutende Funktionen im Kunstbetrieb der DDR inne. Er war 1959-1988 Vizepräsident des Verbandes Bildender Künstler. 1965 erfolgte die Ernennung zum Professor, 1968-1988 Rektor der Kunsthochschule Weißensee. Ab 1961 war er ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin, aus der er 1991 austrat.