Karl Erich Müller
geb. 1917 Hallegest. 1998 Halle
"Karl Erich Müller ist in Halle geboren, ist in Halle zur Schule gegangen, hat in Halle studiert und lebt noch heute in Halle [...]" hieß es 1979 in einem Ausstellungskatalog der Akademie der Künste der DDR, deren Mitglied der heimatverbundene Grafiker und Maler seit 1965 war.
Müller, gelernter Dekorationsmaler, hatte 1946-48 an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle studiert. 1947 wurde er Mitglied der Künstlergemeinschaft Die Fähre. Seine Bildthemen - Menschen bei der Arbeit, Kampf gegen Unterdrückung - entsprachen vielfach der politischen Forderung nach einer volksnahen, den neuen sozialistischen Menschen fördernden Kunst.
Die volle Breite seiner künstlerischen Fähigkeiten zeigt sich jedoch erst unter Einbezug der grafischen Arbeiten, darunter ab 1949 schalkhaft fantasievolle Buchillustrationen zu Gabriel Chevalliers Clochemerle oder Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull von Thomas Mann.
Auch die Porträt- und Landschaftsmalerei übte zeitlebens Reiz auf Müller aus. Motive fand er im Familienkreis und in seiner Heimat rund um Halle, ab 1960 dann auf zahlreichen Reisen in Osteuropa, Indien, Nepal, Sri Lanka oder Pakistan. Seine bildgewordenen Eindrücke wurden in einer Vielzahl von Ausstellungen präsentiert.

