Fritz Cremer
geb. 1906 Arnsberg an der Ruhrgest. 1993 Berlin
Mit 16 Jahren Vollwaise, musste Fritz Cremer früh auf eigenen Beinen stehen. Nach seiner Lehre zum Steinbildhauer in Essen studierte er in Berlin und wurde Meisterschüler bei Wilhelm Gerstel. Politisch engagiert, trat Cremer 1928 der KPD bei. Die Zeit des Nationalsozialismus verbrachte er als aktiver Widerständler "auf der Suche, die echten Werte der Kunst wiederzufinden und in unerschütterlichem Glauben des baldigen Sieges der Vernunft über die Barbarei" (Cremer, 1956).
1936 begegnete Cremer in London Bertolt Brecht, der von da an sein künstlerisches Werk beeinflusste. Brecht riet ihm, nach Deutschland zurückzukehren und dort zu wirken. Nach Kriegsende trat Cremer der SED bei und wurde Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Es entstanden zahlreiche plastische Werke, für die er mit hohen Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Nationalpreis I. Klasse für sein Buchenwald-Denkmal.
Cremer hat mit seinen plastischen Werken und zahlreichen Grafiken, aber auch mit seinen kunsttheoretischen Reden und Schriften das Bild der DDR-Kunst mitgeprägt. Es war ihm ein Anliegen, sich mit seiner Kunst politisch auszudrücken und zum selbständigen Denken aufzufordern.

