Erwin Weiß
geb. 1899 Klotzsche bei Dresdengest. 1979 Erfurt
Erwin Weiß betrachtete sich als Autodidakt. Seine bevorzugte Technik war nach einer Phase der Aquarellmalerei die des Holzschnitts. Ohne Vorzeichnung arbeitete er direkt auf der Holzplatte. Diese spontane Arbeitsweise und der dem Holzschnitt eigentümliche, grobe Charakter zeichnen die oftmals kleinformatigen Werke des Künstlers aus.
Ein Kunststudium an der Dresdner Akademie unter anderem bei Oskar Kokoschka brach er nach drei Jahren 1922 ab. Im Laufe seines Lebens, das maßgeblich vom ersten und zweiten Weltkrieg geprägt war, übte Erwin Weiß seinen Lehrberuf Tischler aus, war als Angestellter einer Krankenkasse sowie als Dekorationsmaler tätig bis er sich schließlich 1928 als freischaffender Künstler in Leipzig niederließ. Weiß zählte hier zu den ersten Mitgliedern der Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands, deren politisch orientiertes Programm 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Phasen der Zwangsarbeit, Inhaftierung, des Malverbots und des Kriegsdienstes bestimmten das Leben des KPD-Mitglieds bis 1945.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Kunsthochschulen in Ost-Berlin und erhielt 1977 den Verdienstorden der DDR.

